Dies unterstrichen auch fünf Schülerinnen und Schüler der Grundschule Osterhop, die eine bemerkenswerte Kostprobe ihres sprachlichen Könnens gaben. Sie sind die Gewinner des diesjährigen, seit 30 Jahren stattfindenden Wettbewerbs „Schölers leest Platt“ und zeigen, dass Plattdeutsch nicht nur Sache der älteren Generationen ist. Dennoch haben die Minderheiten- und Regionalsprachen seit vielen Jahren einen schweren Stand. Dr. Detlev Rein vom Bundesministerium des Innern bemerkte, dass etwa Niederdeutsch in Norddeutschland lange Zeit so selbstverständlich war, dass eine bundesweit organisierte Einrichtung zu diesem Thema nicht nötig schien. Auch Jürgens-Pieper warnt: „Das Engagement in der Grundschule noch kein Indiz für eine lebendige Sprache, denn sie ist im Alltag noch nicht integriert.
Umso wichtiger ist die Arbeit der teilnehmenden Referenten und Schüler einzuschätzen, die durch ihr Engagement und ihre Begeisterung zur Vermittlung dieser Sprachen beitragen. Denn der Wert der Sprachen und Dialekte liegt in ihrer Kraft zur Identifikation. Dem Bund Heimat und Umwelt ist es ein besonderes Anliegen, diese Identifikation durch die Wahrnehmung und Förderung der sprachlichen Vielfalt zu stärken. Eine sprachliche Vielfalt trägt auch zu einer kulturellen Vielfalt bei, die uns prägt und unsere jeweilige Heimat bildet.
So wird der Bund Heimat und Umwelt auch weiterhin anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen, der alljährlich am 26. September begangen wird, zur Stärkung unserer Regional- und Minderheitensprachen beitragen.
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Dr. Reinhard Goltz
Bundesraat för Nedderdüütsch
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