Der Bundesraat för Nedderdüütsch vertritt seit seiner Gründung im Jahr 2002 die Interessen der niederdeutschen Sprachgruppe auf nationaler wie auf internationaler Ebene. Er ist ein sprachpolitisches Gremium, als wesentliche Grundlage seines Handelns dient die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Der Bundesraat för Nedderdüütsch unterhält enge Kontakte zu plattdeutschen Organisationen, zu den acht Bundesländern, in denen Niederdeutsch als Regionalsprache geschützt ist, zum Bund sowie zum Europarat.
Die Plattsprecher entsenden Delegierte in den Bundesraat för Nedderdüütsch. Das geschieht über die Landesverbände des Bundes Heimat und Umwelt in Deutschland (BHU) sowie den Verein der Plautdietsch-Freude e.V. Diese Verbände unterstützen die Delegierten nach Möglichkeit.
Das Delegationsverfahren liegt in der Hand der BHU-Landesverbände. Die Abordnung gilt für vier Jahre. Die entsendenden Vereine und Verbände benennen jeweils einen Landesdelegierten und einen Stellvertreter. Die Bundesländer Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sowie – seit 2008 – die Plautdietsch-Sprechergemeinschaft mit zwei Sitzen und einer Stimme vertreten.
Das oberste Gremium des Bundesraats för Nedderdüütsch ist die Bundesratsversammlung. Zu dieser Versammlung treten die Delegierten mindestens zweimal im Kalenderjahr zusammen.
Die Geschäftsführung des Bundesraat för Nedderdüütsch liegt beim Institut für niederdeutsche Sprache (INS), Bremen. Der Bundesraat wählt aus seiner Mitte: einen Sprecher, dessen Stellvertreter sowie zwei Personen, die den Bundesraats beim European Bureau for Lesser Used Languages (EBLUL) vertreten; außerdem benennt er vier Mitglieder des Beratendenden Ausschusses beim Bundesministerium des Innern für die niederdeutsche Sprachgruppe.
European Bureau for Lesser Used Languages (EBLUL)
Dublin Office
Sr. Chill Dara - Kildare St. 46,
Baile Átha Cliath - Dublin 2,
Eire - Ireland.
Tel. 00 353 1 679 4764