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Niedersachsen

Niedersächsischer Heimatbund e. V.

Im Jahre 1905 schlossen sich niedersächsische Vereine, Verbände, Ver-waltungen und Behörden im Sinne des Heimatschutzes zusammen. 1908 gab sich die Vereinigung den Namen „Niedersächsischer Ausschuss für Heimatschutz“. Die Satzung von 1927 führt als Arbeitsfelder Naturschutz- und Landschaftspflege, Kunst- und Denkmalpflege, Volkskunde, Geschich-te, Schrifttum (Hoch- und Plattdeutsch) sowie Aufklärungs- und Werbear-beit an. Sechs Hauptausschüsse sorgten für die einheitliche Ausrichtung der Arbeit und für die Unterstützung der Wissenschaft. Eine selbstständige wissenschaftliche Betätigung des Verbandes war nicht vorgesehen. 1934 wählte man den Namen „Niedersächsischer Heimatschutz e.V.“, einige Jahre später „Niedersächsischer Heimatbund e. V.“.

Der Heimatbund versteht sich als Dachorganisation der örtlichen Geschichts- und Museumsvereine, der Kreisheimatbünde, einschlägiger Fachverbände und in der Heimatpflege tätiger Vereinigungen, Initiativen und Gruppen im Bundesland Niedersachsen. Mitglieder sind außerdem die Landschaften und Landschaftsverbände. Einzelmitgliedschaft ist nicht möglich. Der Heimatbund ist zugleich Arbeitsgemeinschaft der mit der Heimatpflege befassten Behörden, Körperschaften und Institutionen, insbesondere der kommunalen Gebietskörperschaften. Ihr gehören neben den Landkreisen, kreisfreien Städten und den Gemeinden auch wissenschaftliche Institute an. Der Heimatbund wird gefördert vom Land Niedersachsen.

Die aktuellen Arbeitsschwerpunkte umfassen den Umweltschutz, Naturschutz und Landschaftspflege, die Denkmalpflege (Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archäologie und Pflege der Baukultur), das Museumswesen, Landesforschung, Landes-, Volks- und Heimatkunde, Sprache und Litera-tur unter besonderer Berücksichtigung des Niederdeutschen, Kunst, Musik und Liedgut und Sitten und Bräuche, Tanz, Tracht und Theater. Der Heimatbund berät die Landesregierung und den Landtag und wirkt durch geeignete Maßnahmen auf die öffentliche Meinung und die Gesetzgebung ein. Er veranstaltet den 1902 gegründeten Niedersachsentag, Regionaltagungen zu wichtigen Themen, wissenschaftliche Symposien und Seminare. Wichtige Publikationsorgane sind die seit 1895 erscheinende Zeitschrift „Niedersachsen“ und die seit 1960 erscheinende „Rote Mappe“, ein kritischer Jahresbericht zur Situation der Heimatpflege im Land Niedersachsen, ferner die „Weiße Mappe“, die Antwort der Landesregierung. In der Reihe „Schriften zur Heimatpflege“ erscheinen praktische Arbeitshilfen und Einführungen zur Heimat- und Regionalgeschichte.



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Letzte Änderung: 8.7.2011 - Dr. Reinhard Goltz